Liebe Mitarbeiter & Innen!

Wie in den vergangenen Jahren wollen wir auch heuer das erfolgreiche Geschäftsjahr mit einer besinnlichen Weihnachtsfeier ausklingen lassen.

Da es aber bei der vorjährigen Feier zu einigen etwas unerfreulichen Zwischenfällen gekommen ist,
bittet die Geschäftsleitung für die heurige Feier um größtmögliche Einhaltung der in der Folge angeführten Mindestverhaltensregeln.

Dadurch soll die besinnliche Feier ohne überraschende Vorfälle und Einsätze des hiesigen Notärzteteams verlaufen.

  1. Wenn möglich sollten alle Mitarbeiter vor Beginn der Feier das Gasthaus noch aus eigener Kraft erreichen. Das im Vorjahr beobachtete Hereintragen einzelner Mitarbeiter sollte unterbleiben.
  2. Die Firmenleitung bittet inständig, spontanes Vorfeiern unbedingt zu unterlassen. Bis heute haben sich die Täter, die 14 Computer mit Sekt und Bier überschüttet und dadurch unbrauchbar gemacht hatten, noch immer nicht gemeldet.
  3. Die Firmenleitung weist darauf hin, daß es nicht gerne gesehen wird, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Sessel direkt ans Buffet setzen! Die Mitarbeiter mögen sich stattdessen mit ihren Tellern an die Tische setzen, die die Firmenleitung eigens zu diesem Zweck aufstellen hat lassen! Begründungen wie "Beim Anstellen drängen sich immer alle vor" oder "Sonst frißt mir der Maier alles weg!" können nicht akzeptiert werden.
  4. Wein, Schnaps oder Bier sollten auch zu vorgerückter Stunde nicht aus der Flasche getrunken werden! Hinweise wie: "Der Kaviar ist sonst zu trocken!" oder " Schad´ um die sauberen Gläser!" sind keine passende Entschuldigung!
    Das durch den übermäßigen Alkoholkonsum hervorgerufene Rülpsen einiger Kollegen hat im letzten Jahr manche Damen der Geschäftsleitung etwas irritiert.
  5. Der Scherzbold, der im vergangenen Jahr den Glühwein durch eine Mischung aus Karmillentee und Heizöl ersetzt hat, wird dringend gebeten, diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen. Jeder von uns erinnert sich wohl noch, was passiert ist, als sich Kollege Brandner beim dritten Glas unglücklicherweise eine Zigarette angezündet hat.
    So ein Vorfall sollte sich keinesfalls wiederholen, auch wenn der Kollege ziemlich unbeliebt war.
  6. Sollte einer der Mitarbeiter und Innen von plötzlicher Übelkeit heimgesucht werden, so bittet die Geschäftsleitung unbedingt die dafür vorhandenen Räumlichkeiten des stillen Örtchens aufzusuchen! Der Vizedirektor war im Vorjahr nur äußerst schwer zu beruhigen, als er die Bescherung erkannt hat, weil er unerwartet seinen Aktenkoffer geöffnet hat!
  7. Aus Gründen der Vorbildwirkung für unsere Lehrlinge sollen für das Absingen der Weihnachtslieder unbedingt die Originaltexte genommen werden. Das Lied "Der Weihnachtsmann, der immer kann" ist zu unterlassen. Auch Lieder wie: "Stille Nacht, bumstrallera!" sind keine Weihnachtslieder.
  8. In diesem Zusammenhang erinnert die Firmenleitung, daß noch immer nicht alle männlichen Kollegen ihren Bluttest gemacht haben. Die im Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin Frau Koller behauptet nämlich weiterhin standhaft, daß zwischen der Geburt ihrer Tochter Lucia im September dieses Jahres und der vorjährigen Weihnachtsfeier ein ursächlicher Zusammenhang bestünde.
    Wenn sich alle Mitarbeiter um die Einhaltung obiger Verhaltensregeln bemühen, worum die Firmenleitung höflichst ersucht, dann sollte die diesjährige Weihnachtsfeier wieder ein voller Erfolg werden!

Mit freundlichen Grüßen!        Die Geschäftsleitung